Ich überlege z.Z., ob ich ab sofort nur noch Club-Mate trinke, wenn ich abends weggeh. Am Samstag hab ich nur ein Bier getrunken und ca. 6-7 Mate und konnte damit eigentlich ganz gut bis morgens durchtanzen. Mir wurde zwar gesagt, das würd mir den Magen kaputtmachen und am nächsten Morgen wär mir dann übel, auch ohne Alkohol getrunken zu haben. Allerdings sprach die Person aus eigener Erfahrung mit 9 Flaschen Mate – da wär bei mir also noch etwas Spielraum gewesen. Mir hat zwar tatsächlich ein wenig der Magen gegrummelt, aber ich glaub, ich war einfach hungrig. Bloß schlafen konnt ich danach nicht so gut, andererseits hab ich das Problem auch ohne Club-Mate oft.
Ich will jetzt mal eine Diskussion haben und werfe hiermit zwei Fragen auf:
1. Ist dieses Video geschmacklos?
2. Kann jemand von Euch isländisch? (Würde evt. bei Frage 1 helfen.)
Bei der ersten Frage akzeptiere ich nur Fakten, Fakten, Fakten, bei der zweiten dürft Ihr auch Eure subjektive Meinung äußern. Oder umgekehrt.
Ihr könnt auch gerne durch Recherche zur Debatte beitragen: Das Video heißt „Hitler var grafískur hönnuður“ und wurde von „Leikhusid2007″ auf Youtube gepostet. Das einzige was ich auf dessen Seite mit meinen laienhaften Isländisch-Kenntnissen verstehen kann, ist dass das Video irgendwie mit Hugleik Dagssons Musical „Leg“ (Uterus) zusammenhängt. Aber ob es tatsächlich ein Lied aus diesem Musical ist, kann ich nur vermuten. Also: Ihr seid gefragt – findet es heraus!
Ganz tolles Musikvideo:
Nebenbei für den Henning eine weitere Party-Inspiration. (Und noch eine: So ein Kirchentag wär doch auch mal wieder was, oder?)
Ich mag Kinder, weil sie auf mich irgendwie wie Clowns wirken: Ihre Körperproportionen stimmen hinten und vorne nicht (z.B. das Verhältnis von Kopf und Extremitäten zum Torso), sie laufen rum wie besoffen und bewegen sich total planlos, und sind immer knallbunt angezogen (gerne auch mit Blümchen oder Tieren auf den Klamotten und extrem lustigen Kopfbedeckungen). Ein bisschen Pantomime ist auch immer dabei, wenn sie imaginäre Feuer entzünden und irgendwelche imaginären Sachen darin braten oder an imaginären Türen klingeln usw. Das Element der Pantomime wird aber leider ein wenig gestört durch sinn- und zusammenhangslose Sachen die sie dabei rufen oder brabbeln (meines Wissens ist das nicht zulässig bei Pantomime). Ganz lustig auch wenn sie mit ihren Fahrrädern im Zickzack schlingern und wie verrückt klingeln (vermutlich um arglose Passanten rechtzeitig vorzuwarnen).
Wahrscheinlich liegt darin auch der Grund dafür, dass viele Kinder mit Clowns auf Kriegsfuß stehen: Die Clowns kleiden und verhalten sich so, wie es eigentlich den Kindern vorbehalten ist, sind aber zu groß und zu alt, um von den Kindern als ihres gleichen anerkannt zu werden. Auch wirkt einiges an ihnen übertrieben, z.B. dicke rote Nasen oder grotesk übergroße Schuhe. Sie eignen sich also nicht nur das Erscheinungsbild der Kinder an, sondern sie übersteigern und karikieren es auch noch.
Endlich ist es fertig: Das erste HipHop-Video, in dem ich mitspiele! Der junge, aufstrebende Rapper Form aus Mainz hat ein „Anti-Stasi-Lied“ gemacht, vordergründig um das allseits beliebte StudiVZ zu dissen. Im tieferen Sinne erinnert es aber auch ein wenig daran, dass es mal so etwas wie ein Recht auf Selbstbestimmung gab und dass man eigentlich über den Umgang mit persönlichen Daten selbst entscheiden kann. Nicht zuletzt auch, dass Frauen ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung haben und Männern nicht als Objekt für wasauchimmer dienen müssen.
Die Art und Weise der Kritik ist sicherlich diskussionswürdig. Das Urteil „hat ein kleines Glied“ beispielsweise entspringt wohl keiner fundierten Analyse. Aber als Metapher dafür, dass ein Mann, der heimlich Frauen filmt, offenbar ein Problem mit seiner Sexualität hat, kann es wohl durchgehen.
Davon abgesehen bin ich für das Lied nicht verantwortlich, ich war nur Statist in dem Video. Wer einen Kommentar hinterlassen möchte, ist trotzdem herzlich dazu eingeladen. Aber schaut’s Euch einfach mal an! Here we go:
Hmm, im letzten Eintrag hab ich ein wenig die Unwahrheit gesagt: Egotronic und Drogen sind natürlich nicht zwei verschiedene Themen, sondern eins. Sinn und Zweck dieses Blogs ist es, meine Erfahrungen damit im Nachinein zu reflektieren. Denn nach dem Konsum bestimmter Drogen überkommt mich oft das dringende Bedürfnis, meine Empfindungen mit meinen Mitmenschen zu teilen. Nun kommt es allerdings vor, dass meine Freunde entweder grade nicht zur Stelle sind oder selbst an den (Nach-)Wirkungen dieser Substanzen zu knabbern haben oder ich ihre Geduld nicht überstrapazieren will oder oder oder. Wenn ich mich in dieser Situation unbekannten Menschen anvertraue, um ihnen meine Gefühle auszudrücken, reagieren die wiederum oft mit Unverständnis. --> Ausweg: Das anonyme Internet zum Gedankenaustausch nutzen!
Jetzt wollte ich eigentlich den Aspekt „egotronic“ noch weiter ausführen, hab aber grade keine Zeit mehr. Stattdessen gibts hier ein aus dem Zusammenhang gerissenes und völlig sinnentstelltes Zitat vom Sänger der o.g. Bänd:
„hi (hier stand mein Name),
… ich kann mich an die von dir beschriebene situation nicht erinnern. … eins steht auf jeden fall fest: ich hatte keine angst…
allerbeste grüsse,
torsun“
Mutig, der Mann – oder?
Ich weiß, das folgende wird zunächst etwas wirr klingen, aber wo Ihr nun schon mal den Weg auf diese Seite gefunden habt: Lest doch bitte, was ich mitzuteilen habe!
Ich sitze grad verkatert in meinem Zimmer und höre Exploited. Als ich aufgewacht bin, gings mir so gar nicht gut und als es langsam besser wurde, hab ich auf einmal Lust gekriegt, Schleimkeim zu hören. Ich hab dann eine alte Schuhschachtel mit uralten Tapes durchwühlt, die ich schon ewig nicht mehr gehört habe, in der Hoffnung Schleimkeim oder meinetwegen auch Knochenfabrik zu finden. Aber Pustekuchen: Das beste was ich fand war dieses leiernde Exploited-Tape und wisst Ihr was? Es ist einfach saugeil. Ich hatte Exploited in schlechter Erinnerung, schlechter Pseudo-Metal von nervigen Klischee-Punks dachte ich die ganze Zeit. Aber „Let’s start a war“ ist echt einfach ein geiles Album, obwohl ich diese Art von Musik schon lang nicht mehr höre.
Jetzt mache ich mir ein wenig Sorgen: Werde ich nach all den Jahren etwa doch wieder so ein Punker mit Springerstiefeln und einem Parka wo irgendein blöder Spruch draufsteht, wie z.B. „Ich bin Müll doch Ihr seid dreckig“? Kauf ich mir den 23. Schlachtrufe-Sampler, wenn er rauskommt? Mein Zimmer sieht eh aus wie sau und grad hab ich auch gemerkt, dass das Brot, was ich heute morgen auf dem Heimweg aus dem Rollcontainer vorm Plus geklaut hab, schon schimmelt. Das hat bestimmt auch so ein bissel zu meiner momentan jämmerlichen körperlichen Verfassung beigetragen.
Ganz toll ist aber, dass ich eben ein ziemliches Déja Vu hatte (bzw. ein Déja Ecouté falls man das so sagen kann): Ich hab eins der Samples zwischen den Liedern auf dem Exploited-Album wiedererkannt: „Of course we are impressed with the views of Mrs. Thatcher…“ (oder so ähnlich, hab grad keine Lust zurückzuspulen). Ich muss das vor wenigen Tagen irgendwo schon mal gehört haben. Und da ich, wie schon gesagt, Exploited schon seit Jahren nicht mehr gehört habe, kann das eigentlich nur in Frankfurt im Exzess gewesen sein, nach dem tollen Egotronic-Konzert. Ja, so muss es gewesen sein.
Und jetzt hab ich vier Bandnamen in diesen Text reingepackt, die irgendwie eine gottgewollte Einheit bilden, habt ihrs gemerkt? Ich würde sogar behaupten, dass eine gerade Linie von Exploited über Schleimkeim und Knochenfabrik zu Egotronic verläuft. Und damit bildet Egotronic die Spitze einer musikalischen und philosophischen Evolution, quasi das höchste Stadium des Punkrock. Bevor ich jetzt noch viele unnötige Worte verliere sage ich nur noch: Geht zum nächsten Egotronic-Konzert, wenn sie irgendwo bei Euch in der Nähe spielen – und wenn sie nicht in Eurer Nähe spielen, dann nehmt den weiten Weg auf Euch, denn es lohnt sich: Eine angenehmere Art, Eure Zeit zu verschwenden, gibt es kaum. Nur tut mir den Gefallen und passt ein wenig mit den Drogen auf, aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Und jetzt ist das Tape zu ende und ich mach „Fresh fruit for rotten vegetables“ an, das war nämlich auch noch in der Kiste.



